Kronstadt-Blumenau / Brașov-Blumăna / Brassó-Bolonya

Die Orgel in Kronstadt-Blumenau / Brașov-Blumăna / Brassó-Bolonya (Kreis Kronstadt / Braşov) wurde 1939 von Carl EINSCHENK gebaut.

Steckbrief

Ortschaft
Kronstadt-Blumenau / Brașov-Blumăna / Brassó-Bolonya
Landkreis
Kronstadt / Braşov
Adresse
Str. Dr. Ion Cantacuzino 2
Baujahr
1939
Opus
44
Orgelbauer
Carl EINSCHENK
Spieltraktur
pneumatisch
Registertraktur
pneumatică

Standort

Westempore / balconul de vest

Disposition

1. Manual

Bourdon 16', Principal 8', Gedeckt 8', Gamba 8', Octava 4', Mixtur 3fach.

2. Manual

Geigenprincipal 8', Hohlflöte 8', Aeoline 4', Flöte 4', Nachthorn 2', Rauschquinte 2fach.

Pedal

Subbaß 16', Principalbaß 8', Octavbaß 4'.

Koppeln: II/I, I/P, II/P, Sup I, Sup II, Sup II/I, Walze, 4 feste Kombinationen.

Zustand

Bericht von Steffen Schlandt vom 12. März 2024: Exakt 85 Jahre sind nun seit dem Erbau der Einschenk-Orgel in der Blumenauer Kirche verstrichen. Auf in Zeitungspapieren umwickelten Ziegelsteinen , die den Balg beschweren, kann man die Tagesmeldungen vom Februar 1939 lesen : „König Karl II. unbesiegbares Rumänien“ und viele Auslandsmeldungen. In diesen Monaten des Vorabends des Zweiten Weltkrieges baute der Kronstädter Orgelbauer Carl Einschenk sein letztes Werk – eine zweimanualige pneumatische Orgel. In den 3 Etappen, die nun die Restaurierung betrafen, wurde ein neuer Motor eingebaut, der Windkanal umgebaut und vereinfacht, die spröden Leder Membranen und undichten Papierfolien ersetzt. Alle Bleikondukten zu den Pfeifen wurden überprüft und revidiert. Windladen wurden ausgebessert und gereinigt. Die alte Tonhöhe von a= ca. 433 Herz wurde auf die nun gültige Höhe von a= 440 Hz angehoben, um auch mit anderen Instrumenten musizieren zu können . Die letzte Etappe war der Intonation der Pfeifen gewidmet: alle 15 Register wurden in ihrem Klangcharakter angeglichen und neu gestimmt. Carl Einschenk fand ein 10 registriges Instrument dort vor, daß er dann pneumatisierte und um 5 Register erweiterte.

Ab diesem Frühjahr freuen wir uns alle 982 Pfeifen in neuem Glanz
hören zu können und durch ihren Klang den Gottesdienst bereichert zu
wissen.

Einen herzlichen Dank gilt allen, die diese Orgel während der letzten
Jahre gewartet, gepflegt und nun restauriert haben:
Arnulf Einschenk, Barbara Dutli, COT Honigberg (Arpad Magyar & Team)